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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Blood Music

Dead Celebrity Status

Dead Celebrity Status schreiben sich Spontaneität und Liebe zur Musik auf ihre Fahnen, was sich zunächst wie ein furchtbarer Gemeinplatz anhört. Doch die drei Musiker aus Toronto haben eine interessante Mischung aus Rap und Rock zu bieten, die sich erfreulich vom immer gleichen Limp-Bizkit-Sound unt
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Dead Celebrity Status schreiben sich Spontaneität und Liebe zur Musik auf ihre Fahnen, was sich zunächst wie ein furchtbarer Gemeinplatz anhört. Doch die drei Musiker aus Toronto haben eine interessante Mischung aus Rap und Rock zu bieten, die sich erfreulich vom immer gleichen Limp-Bizkit-Sound unterscheidet. Das liegt daran, dass die beiden Rapper Yas und Bobby sowie ihr DJ Dopey mit Rock “echten” Rock meinen, also Deep Purple, Led Zeppelin oder Pink Floyd. Das führt zu einer streckenweise recht epischen Melange aus straighten Raps und gedehnten Gitarrensoli. Auch thematisch liegen Dead Celebrity Status weit neben den üblichen HipHop-Topics. Statt um Bitches-Ficken geht es um Magersucht, statt einer Hommage an die Black-Music-Größen werden auf dem Track “In My Backyard” berühmte Bands und Albentitel der Rockgeschichte aufgelistet – von Rage Against The Machine über Metallica bis zu Deep Purple. Der Hang zu einem US-typischen Aerosmith’schen Großleinwandsound mit viel Hall, stampfenden Drums und pathetischem Chorus nervt aber auf Dauer und nimmt den Stücken viel von ihrer Freshness. Mag sein, dass genau das den Rockcharakter dieses Albums ausmacht.