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Daydreams And Nightmares

Those Dancing Days

Die Stücke wallen auf, nur um sich gleich ekstatisch im Refrain oder ähnlicher Klimax zu ergießen. Musik als permanente Auslösung.
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Die Stücke wallen auf, nur um sich gleich ekstatisch im Refrain oder ähnlicher Klimax zu ergießen. Musik als permanente Auslösung.

Mal ein ganz objektiver Einstieg: »In Our Space Hero Suite«, das Debütalbum von Those Dancing Days, war mein Lieblingsalbum des Jahres 2008. Und zwar nicht bloß, weil ich so wahnsinnig viel Ahnung und Gespür von und für Pop hätte, Quatsch - vor allem, weil die fünf Stockholmerinnen mit der euphorischen Attitüde in den Songs einfach so zweifellos geil abgeliefert hatten. Da gab's keine zwei Meinungen, bloß hierzulande noch nicht wirklich genug Zuhörer. Kann sich ja ändern! Und zwar genau jetzt.

Denn »Daydreams And Nightmares« macht das, was sich für ein gutes Album schickt: Es versucht nicht, schon wieder alles umzuschmeißen und sich seltsam eitel gegen die eigene Ursprungsidee zu verschwören, nein, es feuert einfach noch mal ab. Ein kleiner Hang zum Retro-Sixties-Pop steht so wieder im Raum, allerdings umzingelt von zeitgemäßem Electro-Klingklang. Und wieder türmen die Stücke auf, nur um sich ekstatisch im Refrain oder ähnlicher Klimax zu ergießen. Musik als permanente Auslösung. So hätte das Debütalbum von Phoenix klingen können, wenn die Franzosen schwedische Girls gewesen wären und ihre Melancholie noch mehr auf Halleluja getrimmt hätten. Versteht man das? Egal, der dringende Hinweis, mit dieser Band und Platte gefälligst glücklich zu werden, dürfte ja wohl angekommen sein.

In drei Worten: HALLELUJA / SCHWEDEN / POP