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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

David Comes To Life

Fucked Up

Klingt echt polemisch, aber Fucked Up erfinden eben einfach mal wieder so Punk und alles drum herum neu. Derb bis geil.
Geschrieben am

Bitte nehmt es tapfer hin, Raver: Punk geht noch immer und hat mehr Substanz, als eure Cover-Boys je haben werden. Bestes Beispiel: Fucked Up. Die veröffentlichen nach unzählbaren Singles und Vinyl-only-Releases endlich ihr drittes Album „David Comes To Life“, welches aufbaut auf dem gleichnamigen Song vom Debütalbum „Hidden World“. Ach ja, und eine Oper soll es diesmal sein. Es geht um verlorene Liebe, Träume und Verlustängste. Verpackt einmal mehr in spirituell angehauchte Punk-Hymnen, die auch ohne aufmerksames Texte-Raushören wunderbar funktionieren. Man nehme „Turn The Season“, „Ship Of Fools“ oder das bombastische „One More Night“: Fucked Up haben die Radikalität der 80er neu erfunden und spielen sich durch nicht weniger als 70 wütende, verworrene und unterhaltsame Minuten, die sich in letzter Konsequenz schwer kategorisieren lassen. Nur eines weiß man: Groß ist die Platte vor allem dann, wenn Fronter Damian vom weiblichen Gesang unterstützt wird und man so erneut Kontraste schafft, die dafür sorgen, dass die längst überfällige Diskussion über aktuellen Punk/Hardcore hoffentlich bald entfacht wird. Solange: diese Lehrstunde an Köpfchen, Härte und Herz genießen.

In drei Worten:   OPER/ CLEVER/ PUNK