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Red

Datarock

David Byrne, Bill Gates, Molly Ringwald: Datarock setzen via Copy&Paste den Pop der 80er-Jahre wieder zusammen.
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David Byrne, Bill Gates, Molly Ringwald: Datarock setzen via Copy&Paste den Pop der 80er-Jahre wieder zusammen.

Wenn der Popkultur noch etwas gefehlt hat, dann eine Liebeserklärung an Molly Ringwald, die süße Rothaarige unter anderem aus "The Breakfast Club", dem Coming-of-age-Streifen der 80er-Jahre. Wen wundert's, dass die Hommage von Datarock kommt, für die es offiziell ohnehin nichts Geileres gibt als die Zeit bis 1985? Und doch schlüpfte das norwegische Party-Duo auf seinem zweiten Album aus der miefenden Dance-Punk-Unterhose - und das, ohne sein Trademark, die roten Jogginganzüge, auch nur anzufassen. Die funky Gitarren-Coolness der Talking Heads wird nämlich noch weiter nachgebaut, der Text von "True Stories" setzt sich gar nur aus Songtiteln von Byrne zusammen. Doch das Duo hat auch das Revival von Disco nicht verpennt - ein Umstand, der die Hits "Give It Up" und "Dance!" zu genauso unverschämt cleveren Trittbrettfahrer-Songs macht, wie es das Gesamtwerk von Calvin Harris ist. Bloß eine Band für das Internetzeitalter sind Datarock nicht, wie "The Blog" uns mit Einspielungen von Steve Jobbs und Bill Gates weismachen will. Die beiden Datas haben ja auch noch zu Jacksons "Thriller" getanzt - und zwar nicht den Jumpstyle.



Datarock "Red" (Nettwerk / Soulfood / VÖ 05.06.)