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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Intro #224 - auch online: Beatsteaks, Jungle, FKA Twigs u.v.m.

Das neue Heft ist da

Ab Montag liegt Intro #224 an allen bekannten Auslagestellen aus. Oder ihr lest Intro direkt online...
Geschrieben am

Liebe Leserin, lieber Leser,


es geschah vor genau 15 Jahren, im sexy Blutsommer 1999. Jemand vom Osnabrücker Magazin Intro, bei dem ich neben dem Studium ab und an Kleinigkeiten schrieb, rief an. Ich könne die nächste Titelstory übernehmen, es bräuchte dafür fix ein Interview mit Pavement. Die säßen schon doof in einem Hotelzimmer in Köln rum.


Pavement?


Das war genau die langweilige amerikanische Neunziger-Indie-Mucke, von der ich weder größere Ahnung geschweige denn Bock auf sie hatte, dennoch sagte ich sofort zu. Hey, ich war vielleicht kein Pavement-Fan, aber bereit, einer zu werden, wenn eben das nötig war, um bei diesem Intro in den Inner Circle vorzudringen. Denn von dem damals noch eher hemdsärmeligen Post-Bauernhof-Heft, da war ich sehr wohl Fan.
Und so kam ich kurzfristig zu meiner ersten Intro-Titelstory – und mit einigen Tricks und Ambitionen innerhalb des nächsten Jahres zu einer festen Redakteursstelle. Kann mich nicht erinnern, je was anderes gewollt zu haben. 


Mit guten Leuten an interessanten Themen zu knabbern, den nerdigen und den mainstreamigen Popdiskurs verfolgen, beackern, ja, möglichst zum Guten zu beeinflussen. Gut und schlecht – das Begriffspaar war nur offiziell in der Postmoderne aufgelöst worden. Ich hatte jedenfalls immer das Gefühl, es müsse doch klar sein, was richtig, was falsch, was gut, was schlecht, was aufregend und was corporate fake war. 


Intro gab mir über all die Jahre die Möglichkeit, davon auf einer top Plattform zu künden. Ich habe Künstler kennengelernt, gedisst, gefeiert, habe von wunderbaren Kollegen gelernt, mit ihnen die Sonne berührt, mich mit Platten- und Promofirmenagenten gestritten und versöhnt, ich habe mich in Leser verliebt und nächtelang mit Usern auf intro.de gebattelt.


Doch dieser Text hier lässt ja schon längst nichts anderes ahnen als diese Wendung: Das war es jetzt für mich. Schluss, aus, vorbei, bye bye, Julimond. 
Die Entscheidung, so einen Redakteursposten aufzugeben, fiel mir natürlich nicht leicht. Ich bin ja nicht bescheuert. Dennoch möchte und werde ich noch mal andere geile Dinge aufstellen. Mal sehen, was alles geht.


Intro möge weiter blühen. Und als Autor bleibe ich dem Haus auch erhalten – nur meine ganze Arbeit, tja, die muss jetzt wer anders übernehmen. Viel Spaß dabei. Ich jedenfalls hatte ihn. Und alles andere, als jetzt zu sagen »Danke«, wäre wirklich vermessen. Wenn meine Intro-Years nicht der Knaller waren, dann weiß ich es auch nicht. 


Danke, Kuss, Tränen und überhaupt. 

 

Dein Linus

 

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