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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Aufstehn!«

Das Lunsentrio

Entweder ich verstehe es einfach nicht, weil es auf eine Art witzig und klug ist, die vor meiner Generation witzig und klug war, oder das Debüt des NDW-Funk-Trios um einen Ex-Franz-Ferdinand ist einfach eher nix.
Geschrieben am
Die offenkundigste Geschichte angesichts des Lunsentrios ist natürlich: Das ist also die nächste Station, wenn man bei Franz Ferdinand aussteigt? Aber diese Geschichte ist für den Ex-Gitarristen der Ex-Indie-Pioniere nicht ganz korrekt. Korrekt wäre: Die nächste Station für Nick McCarthy ist McCarthys Ehefrau Manuela Gernedel, mit der er zuletzt gemeinsam ihr Debütalbum »Manuela« aufnahm und seit einem Jahrzehnt das Projekt Box Codax unterhält. Auch das Lunsentrio hat nun schon einige Jahre Erfahrung, und auf McCarthy reduziert werden sollte es erst recht nicht, schließlich sind auch der Künstler Hank Schmidt in der Beek und der LaBrassBanda-Produzent Seb-I Kellig dabei.

Klingt soweit eher nach einer Bierlaune bester Freunde, und dem entspricht auch die Musik: alles schön auf mittlere NDW-1980er gedrillt und mit den Vibes der Ton Steine Scherben gewürzt, irgendwie wird das alles ein großer Spaß sein. Das funktioniert potenziell natürlich und bei ein paar Hits auch gut, bei den meisten anderen Stücken – insbesondere dann, wenn zu bemüht campy Al Bano & Romina Power gecovert oder ironisch gebayert wird – aber auch überhaupt nicht. Dann ist das, was bei dem einen Song noch ganz sympathisch war, auf einmal richtig scheußlich.

Das Lunsentrio

Aufstehn!

Release: 10.11.2017

℗ 2017 Problembär Records