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Kölner Trio hat sich getrennt

Das Experiment Angelika Express

Die Aufregung um Angelika Express war gross, als sie mit "Geh doch nach Berlin" eine Hymne schufen, die vielen aus dem Herzen sprach. Mitten in den Hauptstadt-Hype pflanzten sie ihr selbstbewusstes Statement für ein Leben jenseits von Berlin. Sie kreierten 2002 einen ganz eigenen Stil, zumindest f
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Die Aufregung um Angelika Express war gross, als sie mit "Geh doch nach Berlin" eine Hymne schufen, die vielen aus dem Herzen sprach. Mitten in den Hauptstadt-Hype pflanzten sie ihr selbstbewusstes Statement für ein Leben jenseits von Berlin. Sie kreierten 2002 einen ganz eigenen Stil, zumindest für hiesige Verhältnisse: durchdesignte Alben, Anzüge, Krawatten, melodieseliger aber rumpelnder NewWave-Punk, deutschsprachige slogandurchzogene Texte. Ihre damalige Selbstbeschreibung als "Kölsche Hives" traf es - fast. Zur Begeisterung passte, dass sie dann 2003 im Vorprogramm der Fehlfarben durch Deutschland zogen, Peter Hein ließ sich sogar zu seinem Gesangsbeitrag auf ihrem Album überreden. Sein Kommentar damals: "Sie tragen Anzüge, da können sie ja nicht schlecht sein." Über zwei Studioalben, ein Livealbum, zwei EPs und etwa 250 Konzerte (laut Selbstaussage) bemühte sich das Trio um den Durchbruch, der letztlich leider ausblieb.

In ihrem offiziellen Statement heißt es jetzt, sie wüssten nicht, ob "das Experiment Angelika Express irgendwann in anderer Form weitergeht". Die Wege haben sich aber zunächst getrennt: Bassist Jens Bachmann und Schlagzeuger Alex Jezdinsky arbeiten bereits als Overschmidt an neuem, noch ungehörten Material, während sich Sänger Robert Drakogiannakis bereits umorientiert hat. Er veröffentlicht mit der Sängerin Jenny Fey als Planetakis hart rockenden Elektro Pop aus Neustadt-Nord" - so die eigene Beschreibung, den man auf ihrer Homepageschon mal probehören kann.