×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Songs For Imaginative People

Darwin Deez

Müßiggang kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem, wenn man so sehr damit beschäftigt ist, gegen die eigene Nettigkeit anzukämpfen, wie Darwin Deez auf seinem neuen Album »Songs For Imaginative People«.
Geschrieben am

Bevor sich der Wahl-New-Yorker todesmutig ins Falsett stürzt, wird noch mal kurz verträumt mit der Hand durch die Lockenpracht gefahren und um jeden Millimeter Kauzigkeit gekämpft. Insgesamt alles ganz nett, aber irgendwie hatte man sich nach dem erfreulichen Sample-Irrsinn »Wonky Beats« mehr erhofft als nur ein weiteres Argument für all jene, die »Hipster« zu ihrem Lieblingsschimpfwort 2012 auserkoren haben. Halb niedlich, halb gelangweilt spielt sich Darwin Deez durch zehn Stücke, die nur selten mehr als ein Schulterzucken auslösen. Easy Listening, aber zu kopflos für den Fahrstuhl und zu unvorteilhaft gemischt für Supermarkt und Radio. Keine Hits in Sicht auf dem »Radar Detector«. Da hilft es auch wenig, den minimalistischen Offbeat-Indie-Pop mit Rockstargesten oder Grunge-Gitarren aufzuladen, wie es die Single »Free (Editorial Me)« und das nicht minder zweifelhafte »Redshift« versuchen. »I’m powerless to ponytails who used to do gymnastics and I know you know you wanna dance«, damit ist eigentlich alles gesagt. Zwei Jahre nach der Entdeckung scheint dieser ehemals so schmackhafte Drops mittlerweile so rund gelutscht, dass er sich bald als Zäpfchen eignet.

In drei Worten: Niedlich / Poppig / Zäpfchen