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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Extralife«

Darlingside

Schöner spielen mit Darlingside. Ihr grundguter Folk mit Satzgesang ist genau das richtige Mittel für diejenigen, denen die letzte Fleet-Foxes-LP zu abseitig war.
Geschrieben am
Die freilich nicht zu beweisende Behauptung, dass ein qualitativer Ansatz im Pop immer seine Hörerschaft finden wird, schien ihre Entsprechung in der stetig größer werdenden Aufmerksamkeit zu finden, die Darlingside zuteil wurde. Fortschritt war nie der Ansatz dieser geschmackvollen Folkmusiker, eher war es die Konservierung des Guten. Mit ihrem dritten Album »Birds Say« fanden sie erstmals Anschluss an ein größeres Publikum. Die Songs waren einfach gut, schlossen an die zugänglichen Momente der Fleet Foxes an, ohne deren Sound-Ansatz bloß zu kopieren. Die zwar tolle, aber auch fordernde letzte Platte der Fleet Foxes hinterließ eine Lücke.

Dem Wunsch nach Eingängigkeit wird im Folk meist mit Gefälligkeit entsprochen, die Ästhetik dieser Musik ist oft ein Sammelsurium aus ausgelatschten Klischees. Darlingside sind bereit, den Königsweg zu bestreiten, denn bei ihnen steht die Kraft der Songs selbstbewusst im Vordergrund. Wunderschöne Streicherarrangements und Satzgesänge bilden das Fundament für ungefilterte Schönheit. Vor allem in der ersten Hälfte, die mit dem hymnisch-erhabenen »Eschaton« ihren krönenden Abschluss findet, spielt die Band aus Boston ihre Stärken aus. Gegen Ende agiert sie fragmentierter, bleibt auch mal skizzenhaft. Interessant ist die Platte aber bis zum Schluss.

Darlingside

Extralife

Release: 23.02.2018

℗ 2017 More Doug Records