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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Foam Island«

Darkstar

Darkstar erforschen die Zukunft ihres sozialen Umfeldes. Ihre elektronischen Pop-Entwürfe haben sie mit Schnipseln aus Gesprächen mit Menschen aus ihrer Heimatregion unterlegt.
Geschrieben am
Auf ihrem dritten Album »Foam Island« haben Darkstar eine Schippe eingängige Refrains draufgelegt, sind nun noch tiefer in den Fahrwassern des Pop unterwegs. Jedoch durchzieht die Platte ein hartnäckiger Bauchschmerz: Aiden Whalley und James Young haben gemerkt, dass sich im Laufe der letzten Jahre etwas geändert hat. Das soziale Klima scheint sich auf sibirische Verhältnisse abgekühlt zu haben. Um diese Anspannung zu untersuchen, haben sie mit Freunden, Bekannten und Unbekannten aus ihrer nordenglischen Heimatregion gesprochen.

Teile der Gespräche finden sich jetzt zwischen pluckernden Synthies und stolpernden digitalen Beats wieder. Bei Songs wie »Inherent In The Fibre« erweist sich Whalley, der nun zu 100% den Gesang übernommen hat, seiner Rolle irgendwo in Gefilden des elektronischen Post-R’n’B und Hochglanz-Pop mehr als würdig. Hochemotional, zerbrechlich und filigran singt er gegen die handgesteuerten Maschinen und Rhythmen an. Regelrecht aufregend sind Entwürfe wie »Pin Secure«, wenn Darkstar etwa mit seidigem Funk eine verwirrte Version von R’n’B entwerfen. Keine Musik von einem dunklen Stern, sondern eher eine erhellende Platte am Ende des Tunnels.
– Darkstar »Foam Island« (Warp / Rough Trade / VÖ 02.10.15)

Darkstar

Foam Island

Release: 02.10.2015

℗ 2015 Warp Records