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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Calling«

Dapayk Solo

Es ist wieder einmal Zeit für ein Soloalbum von Niklas Worgt alias Dapayk. Ohne seine Frau und musikalische Partnerin Eva Padberg wirkt die karge Mischung aus Minimal, Detroit- und Deep-House noch deutlich kompromissloser.

Geschrieben am

Klar, den clever verschraubten Electropop von Dapayk & Padberg haben wir längst und für alle Zeit ins Herz geschlossen. Aber der Berliner Produzent, Labelbetreiber und Musiker tobt sich manchmal auch alleine aus, hier auf dem mittlerweile fünften Soloalbum, dem ersten Alleingang seit »#nofilter« aus dem Jahr 2015. Die Brücke zu den Alben mit seiner Supermodel-Ehefrau sind auch diesmal wieder die kreativen Ansätze bei der Klanggestaltung. Mit großer Eleganz gelingt es Worgt, frische Sounds und Rhythmen zu dekonstruieren und umzuschichten.

Analog geprägte Tonhöhenschwankungen mischen sich mit ungehörten Bleeps, beruhigende Electro-Flächen zappeln im kreativen Dusel, meilenweit entfernt von den sonstigen, vergleichsweise lahm erscheinenden 303- und 909-Techno-Schablonen vieler Nebenbuhler. Aus jedem Sequencer holt Worgt wie selbstversändlich immer noch ein Quentchen mehr Forscherdrang heraus. Schmeichelnd, tanzbar und knackig sinnierend blättern sich Stücke wie »Aurora« oder »Tinitus« für diejenigen auf, die bereits sind, hinter den Beat zu hören. Dazu gibt es noch Vocal-Features von Komplement, Vars und Mental Bend.

Dapayk Solo

The Calling

Release: 06.04.2018

℗ 2018 Mo's Ferry Productions