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»Songs For Alpha«

Daniel Avery

Auf durchzechte Nächte folgen diesige Morgen. Getreu dieser Chronologie entwickelt sich Daniel Avery mit seinem zweiten Album klanglich weiter.

Geschrieben am

Ob das »Alpha« im Albumtitel für Neuanfang steht? Der Gedanke nimmt dann Formen an, als sogar beim dritten Song von Daniel Averys neuer LP noch keine Beats mit aggressiver Stoßkraft eingesetzt haben, Vocals komplett ausbleiben und auch die köstlichen Verarbeitungen von klassischem 2000er-Rave auf sich warten lassen. Averys Debüt »Drone Logic« reichte 2013 aus, um ihn in die Techno-Elite zu hieven, anhand seines Follow-ups lernt man ihn nun auch als einen ausgefuchsten Ambient-Avantgardisten kennen. Daran Gefallen zu finden, erfordert zunächst Muße: Die sphärischen Stücke dehnen sich aus, verlieren abrupt an Tempo und basieren größtenteils auf unbarmherziger Repetition.

Löst man sich jedoch von dem Gedanken, dass der in London residierende Produzent Hymnen für Bunker-Partys anstatt die Bahnfahrt am nächsten Morgen schreibt, findet sich in »Songs For Alpha« ein konzeptioneller Reiz, der seinem Vorgänger noch fehlte. Acid-Synthies und dämmrige Atmosphären lassen immer durchdringendere Aphex-Twins-Reminiszenzen aufkommen, bis das Mittelstück »Diminuendo« überraschend und gnadenlos auf den Hörer einprügelt, um von dem sanften »Days From Now« ausgelöscht zu werden. Averys meditative Momente und euphorisierende Sentenzen stehen sich dabei nie als Kontrahenten gegenüber, sondern entpuppen sich als wunderbare Achse zwischen Club- und Couch-Musik.

Daniel Avery

Song For Alpha

Release: 06.04.2018

℗ 2018 Phantasy Sound under exclusive license to [PIAS]

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