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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Lose«

Cymbals Eat Guitars

Zu Zeiten seines Debütalbums »Why There Are Mountains« im Jahr 2009 hatte das US-Quartett Cymbals Eat Guitars durchaus die Klasse, Indie-Rock aus der Falle der Stagnation und des Altmodischen zu retten.
Geschrieben am
Nun, ganz geschafft hat die Band das nicht, obwohl sie weltweit auf eine Schar hingebungsvoller Fans zählen kann. Aber das so enthusiastische wie unbewusst genialische Modest-Mouse-Momentum ist ihnen mit den Folgealben bis hin zum neuen »Lose« ein Stück weit verloren gegangen. Natürlich bewegt sich die Band nach wie vor weit über dem Genre-Standard und ist mit Songs wie »Warning« immer für ein paar potenzielle Indie-Hits gut, auf der langen Strecke hat sie aber wie so viele ihre Leichtigkeit zugunsten von Ambition und Entwicklung verloren gegeben.

Das hat natürlich auch sein Gutes, schließlich unterscheidet sich »Lose« substanziell von den Vorgängeralben. Aber ihre besten Momente, besser als viele andere in ganzen Karrieren, hatten sie halt damals, als alles noch einfach und logisch schien. So haben Cymbals Eat Guitars weiterhin das Potenzial, für weltvergessene Indie-Rock-Liebhaber wichtig zu bleiben oder zu werden. Eine Renaissance können sie heute aber nicht mehr auf den Weg bringen.

In drei Worten: Neunziger / Indie / Lebt
- Cymbals Eat Guitars »Lose« (Tough Love / Cargo / VÖ 29.08.14)