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Cyclopean

Cyclopean

Die Can-Gründer Jaki Liebezeit und Irmin Schmidt sind zurück auf der Reise durch den Rhythmus.
Geschrieben am

Can und Köln gehören zusammen. Im Dezember letzten Jahres manifestierte sich diese Verbindung während des Week-End Festivals. Vor den Augen der Herren Jaki Liebezeit und Irmin Schmidt wurde da in der Rheinmetropole von einigen Kölner Musikern, angeführt von 90er-US-Indie-Darling Steven Malkmus (Pavement), das vierte Can-Werk »Ege Bamyasi« in Gänze aufgeführt. Die Aufnahmen des einmaligen Konzerts werden in Kürze bei Matador erscheinen, doch auch die geehrten Urheber selbst, haben neues Material vorzuweisen. Cyclopean lautet der Name des Projekts, mit dem sich die beiden Can-Gründer jetzt eindrucksvoll auf Mute zurückmelden.

Ziemlich locker und beschwingt unterwegs sind sie, diese alten Herren. Von Ausruhen auf dem gemütlichen Legendstatus kann keine Rede sein, stattdessen legen Liebezeit und Schmidt – beide immerhin jenseits der 70 - gemeinsam mit Burnt Friedman und Jono Podmore eine EP vor, die Lebenslust und Entdeckergeist atmet. Stücke wie »Knuckles« oder »Apostles« spielen mit Wiederholungen oder Loops und zielen mit vertrackten Rhythmen auf stilvolle, akademisch gebildete Bewegung. Diese Klangforscher haben die Reiseführer der Musiklandschaften Südamerikas und der Karibik studiert und denken kosmopolitisch.
 
Die vier Tracks der 12“-Vinyl-Maxi machen Lust auf den Gedanken, dass es sich bei Cyclopean am Ende gar um eine tatsächliche Band und nicht nur ein kurzlebiges Projekt handeln könnte.