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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mama, I'm Swollen

Cursive

Ein opulentes Album, auf dem es unglaublich viel zu entdecken gibt.
Geschrieben am


Ein düsteres Cover haben sich Omahas Finest a.k.a. Cursive für ihr neues Album gebastelt: Ein tiefroter Fleck schwebt wie ein Blutstropfen über einem ansonsten schwarzen Meer.


Über mangelnde Vorstellungskraft kann man sich bei Sänger Tim Kasher auch sonst nicht beklagen. "We are the sons of butchers" bekennt dieser in "Mama, I'm Satan" und geht auf Cursives fünftem Album auch sonst ganz schön mit sich und der Menschheit im Allgemeinen ins Gericht.

Diese dunkle Seite wird ansonsten aber durch wunderschöne, clever arrangierte und bewegende Songs komplettiert. Während das letzte Werk "Happy Hollow" als Konzeptalbum leicht überambitioniert war, gehen Cursive hier einen Schritt zurück und schließen an den Erfolg ihres 2003er-Albums "The Ugly Organ" an. Von hardcoremäßigen Stakkato-Gitarren beim Opener "In The Now", kathartischen Bläsersätzen beim Finale von "From The Hips" über die schmachtende Emo-Hymne "I Couldn't Love You Anymore" bis hin zu "Donkeys", einem in Moll gehaltenen, eher collagenhaften Stück, gibt es noch unzählige andere Facetten auf diesem opulenten Album zu entdecken.