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»Z«

Cummi Flu

Ambient Electronic bekommt mit »Z« von Cummi Flu ein neues Aushängeschild, das auch in Pop-Schaufenstern wirksam zur Geltung kommt.
Geschrieben am
Wohlig erinnert dieses Album an die Zeit um die Jahrtausendwende, als eine Reihe Künstler auf Labels wie Morr oder City Centre Offices sich daransetzten, Pop und Ambient auf Basis elektronischer Musik zu verschmelzen, und dies zumindest kurzzeitig als erste Listening-Electronic abseits fokussierter Dance-Funktionalität etablierten. Diese Assoziation kommt nicht von ungefähr, schließlich war der in Berlin lebende Belgier Oliver Doerell seinerzeit als Teil der Band Dictaphone zumindest am Rande daran beteiligt.

Er ergeht sich mit seinem Debütalbum als Cummi Flu aber nicht in purer Nostalgie, sondern entwickelt diese Musik mithilfe vor allem von folkloristischen Rhythmen und Field Recordings sehr frei und verdichtet weiter. So geraten die elf Stücke auf »Z« zu einem klanglichen Dschungel voller Reize und Lichtreflexe, mit sonnigen Lichtungen und viel Dickicht voller kostbarer Fundstücke. Die einen mag das an freiere Versatzstücke aus Notwist-Hits erinnern, andere an Rhythmus-Experimente von Künstlern wie Sven Kacirek. In jedem Fall funktioniert »Z« als Album, dessen Klasse aufgrund seines zu heutigen Pop-Moden antizyklischen Charakters nur noch greller heraussticht.
– Cummi Flu »Z« (Shitkatapult / Morr / Indigo / VÖ 30.01.15)

Cummi Flu

Z

Release: 30.01.2015

℗ 2015 Albumlabel