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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Resin Pockets«

Crescent

Die Briten Crescent zelebrieren auf ihrer bis dato zugänglichsten Platte ein schrulliges Slackertum.
Geschrieben am
Crescent ist ein passender Name für diese Band: So, wie der Mond von der Erde aus jede Nacht anders aussieht, ist auch die Bristoler Formation um die Brüder Matt und Sam Jones seit gut 20 Jahren in ständigem Wechsel begriffen. Nach Noise-Rock, düsterer Experimental-Elektronik und voodooesken Lo-Fi-Assemblagen kommt nun nach zehnjähriger Albumpause die nächste Inkarnation: Pavement in der Field-Recording-Variante. Ein Desinteresse an Perfektion war den Engländern und den US-Indie-Ikonen stets gemein. »Resin Pockets« wurde dementsprechend nicht im Studio, sondern an Alltagsorten aufgenommen. Entscheidend für den Vergleich ist aber der für Crescent fast konventionelle halbakustische Indie-Rock- und Slowcore-Vibe, nicht zu konventionell, versteht sich: Immer wieder mischen sich fuzzige Eruptionen, unorthodoxe Instrumente, Umgebungsgeräusche oder rauschende Tape-Aufnahmen in die schluffige Gemütlichkeit, zu der Matt Jones mit dem lässigen Timbre eines Stephen Malkmus Zeilen singt wie »I did not write these chords, I stole them from my brother, but I changed the words«. Herausgekommen ist ein Album mit schrammeligem, entspanntem Charme, exzentrisch und eingängig zugleich. 

Crescent

Resin Pockets

Release: 26.05.2017

℗ 2017 Geographic Music