×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Countrysides

Cracker

“Diese Platte war längst überfällig.” Hier hat die Info mal völlig Recht. Spätestens zu der umjubelten Comeback-Tour von Camper Van Beethoven, Sänger David Lowerys Ex-Band, Anfang des Jahres stellte sich die Frage, wann denn Cracker sich endlich mal der anderen klassisch-amerikanischen Stilart hinge
Geschrieben am

“Diese Platte war längst überfällig.” Hier hat die Info mal völlig Recht. Spätestens zu der umjubelten Comeback-Tour von Camper Van Beethoven, Sänger David Lowerys Ex-Band, Anfang des Jahres stellte sich die Frage, wann denn Cracker sich endlich mal der anderen klassisch-amerikanischen Stilart hingeben und sie nicht nur vereinzelt mit einem ironischen Augenzwinkern einfließen lassen würden. Und nun machen sie es – mit einem Album fast ausschließlich aus Coverversionen von z. B. Hank Williams jr. und Merle Haggard. Vorbereitet wurde die Platte im letzten Jahr mit ein paar Gigs in Countrybars außerhalb der großen Städte, das Ganze lief unter dem Namen “Ironic Mullets” und wurde für die CD zu einem 20-minütigen Film verarbeitet. Zu der Zeit muss die Band wohl ein Gefühl dafür bekommen haben, wie viel diese Musik vielen ihrer amerikanischen Mitbürger noch immer bedeutet. Entsprechend klassisch sind die Interpretationen ausgefallen, die den Songs allenfalls aus dem Blickwinkel auf Crackers sonstiges Dasein als Indierock-Band mit einem gewissen politischen Bewusstsein eine besondere Note verleihen. Groß dann aber der letzte, einzig selbst geschriebene Song auf der Platte: “Ain’t Gonna Suck Itself”, ein provozierend einfacher Countrysong, der auf humorvolle Art und Weise explizit mit der alten Plattenfirma Virgin abrechnet.