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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Much Much How How And I«

Cosmo Sheldrake

Die Idee des verrückten Wissenschaftlers scheint bei dem Multi-Instrumentalisten aus London gar nicht so weit hergeholt. Seine bunt gespickte Folk-Kirmes sprüht vor Eingebungen, dem Wahnsinn mitunter näher als der Normalität.

Geschrieben am

Die EP »Pelicans We« aus dem Jahr 2015 gab schon einmal einen Vorgeschmack darauf, was aus einem mittlerweile 27-jährigen Autodidakten an Kreativität heraussprudeln kann. Cosmo Sheldrake, Sohn des Wissenschaftlers und Autors Rupert Sheldrake, hat sich über 30 Instrumente (Gitarre, Schlagzeug, Bass, Banjo, aber auch Tin Whistle, Sousaphon und Akkordeon) selbst beigebracht und setzt sie auf diesem Debüt auch ohne jegliche Scheu ein. Ein widerspenstig-künstlerisches Kirmes-Inferno aus Geräuschen, Stimmen, akustischen und elektronischen Melodiebögen, Rhythmen und Stimmungswechseln, dass sich durch 14 Titel zieht.

Vereinzelt fühlt man sich an das erste Album von The Coral aus dem Jahr 2002 erinnert, hin und wieder vielleicht auch an die letzten Handgriffe der Beatles für ihr Album »Abbey Road« aus dem Jahr 1969. Doch Sheldrake schießt mit seinen Collagen stets weit über die Grenzen der Popmusik hinaus und scheut konkrete musikalische Statements. Die pompösen Arrangements und ständig wechselnden Instrumente lassen die Frage aufkommen, ob das nun schlichtweg ironische Musikalität oder doch nur manischer Kunstquatsch ist.

Cosmo Sheldrake

The Much Much How How and I

Release: 06.04.2018

℗ 2018 Transgressive Records Ltd. under exclusive license to [PIAS]