×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Wiseblood

Corrosion Of Conformity

Um es gleich vorwegzunehmen: wie schon 'Blinde' und 'Deliverence' ein echtes Klassealbum. Genau deshalb bleibt es mir ein Rätsel, warum C.O.C.s Stilmix aus HC-Anleihen, der Schwere BLACK SABBATH' und der Verspieltheit von THIN LIZZY hierzulande noch nicht den erhofften Durchbruch bescherte. Während
Geschrieben am

Autor: intro.de

Um es gleich vorwegzunehmen: wie schon 'Blinde' und 'Deliverence' ein echtes Klassealbum. Genau deshalb bleibt es mir ein Rätsel, warum C.O.C.s Stilmix aus HC-Anleihen, der Schwere BLACK SABBATH' und der Verspieltheit von THIN LIZZY hierzulande noch nicht den erhofften Durchbruch bescherte. Während Bands wie KYUSS, deren Stil nicht unähnlich ist, vergöttert werden, fristen C.O.C. trotz zumeist hervorragender Kritiken eine Art Mauerblümchendasein. Ein Grund dafür könnte falsche Tourpolitk sein: Zwar war die Tour mit MEGADEATH deutlich besser besucht als die eigenen Clubgigs, doch richtete sie sich an die falsche Zielgruppe. Ob sich daran bei dem anstehenden Support für METALLICA, von denen C.O.C. eingeladen wurden, etwas ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Mit 'Wiseblood' bewegt sich die Band einen Schritt zurück. Die neue Platte greift Ingredienzen der Vorgänger auf, doch insgesamt präsentieren sich Pepper Keenan & Co. etwas härter als auf ihrer letzten Veröffentlichung. Ein Highlight jagt hier nun das nächste, von Ausfällen keine Spur. Hervorzuheben ist der Uptempo-Groover 'The Door', der auch den letzten Langweiler aus der Reserve locken dürfte. Das getragene 'Redemption City' setzt sich schon beim ersten Durchlauf in den Gehörgängen fest, während das Instrumental 'Bottom Feeder' aufzeigt, wie intelligent gemachte Rockmusik klingen sollte. Bei 'Man Or Ash' vermute ich die gesangliche Unterstützung keines Geringeren als James Hetfield. Aufklärung darüber gibt's in der nächsten Ausgabe oder aber nie! Bis dahin jedenfalls ist 'Wiseblood' erst einmal meine unangefochtene 'Platte des Monats'. Rock'n'Roll!