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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Deliverance

Corrosion Of Conformity

Die Gerüchte der letzten Monate um den Abgang von Sänger "Karl Agell" und einen eventuellen Split bei C.O.C. verursachten nicht nur bei mir Verunsicherung und eine gewisse Traurigkeit. War es doch diese Band, die 1991 mit ihrem Album "Blind" die gesamte Hardcore- und Metalgilde zu wahren Begeisterun
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Autor: intro.de

Die Gerüchte der letzten Monate um den Abgang von Sänger "Karl Agell" und einen eventuellen Split bei C.O.C. verursachten nicht nur bei mir Verunsicherung und eine gewisse Traurigkeit. War es doch diese Band, die 1991 mit ihrem Album "Blind" die gesamte Hardcore- und Metalgilde zu wahren Begeisterungsstürmen hinriß. "Blind" war ein Meilenstein, aber was danach kommen sollte, erfüllte mich bis zu dem Moment, als "Deliverance" zum ersten Mal aus den Boxen der Redaktion dröhnte, mit Skepsis. C.O.C. sind nach drei Jahren des Wartens wie Phönix aus der Asche auferstanden und schicken mit ihrem neuen Album zumindest einen gleichwertigen Nachfolger ins Rennen. "Deliverance" zeigt neue Seiten dieser Band, die zu den Mitbegründern des Hardcore zu zählen ist. Nicht nur, daß der Gitarrensound zuweilen wesentlich 70er orientiert klingt und mich bei "Clean My Wounds" fast ein wenig an die guten alten THIN LIZZY erinnert, auch die relativ ruhigen Instrumentalstücke ("Without Wings", "Mano De Mono") bringen bisher nicht gekannte, warme Farben ins Spiel. Stücke wie "Seven Days" oder "Pearls Before Swine" hätten auch auf "Blind" ihren Platz finden können und zeigen C.O.C. in gewohnt guter Manier. Insgesamt ist das Material ein wenig rockiger ausgefallen, was sich in Stücken wie "My Grain" oder dem Opener "Heaven's Not Overflowing" dokumentiert. "Deliverance" ist nicht nur die Platte dieses Monats, sondern zählt auch mit Sicherheit zu den Platten des Jahres, also kein weiteres Geschwätz. Kaufen!