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»Return Of The Fabric Four«

Corduroy

In den 1990ern waren sie die lässige Ausnahme, der Sam Spade unter den Acid Jazzern. Heute sind Corduroy komplett einmalig.

Geschrieben am

Während Grunge in den 1990ern die Welt eroberte und der kalifornisch geprägte Punk unter erwachsenen Männern die Dreiviertelhose etablierte, hörten Musiker und tanzfreudige Jungerwachsene der eher mondänen Art in den Clubs Acid Jazz. Die Mischung aus Soul, Funk, Rare Groove und Jazz klang meist sehr leicht, war jedoch sehr schwer zu spielen. Wer zu Jamiroquai, Count Basic oder den Brand New Heavies hüpfte, durfte sich als passiver Teil einer Mucker-Elite fühlen. Corduroy ließen Gesang und Popmelodien einfach weg und inszenierten ihre Version dieser Musik stattdessen als Mischung aus 1960er-Filmmusik, Fahrstuhl-Jazz und ganz behutsamen Spuren des Progressive Rock. An diese seltsame Ästhetik knüpfen sie mit diesem Comebackalbum nahtlos an.

Man hört sich das Album nicht satt und weiß kaum, ob es an seiner versteckten Komplexität liegt oder daran, dass es wie Hintergrundgeplänkel klingt, das nur als Vordergrund im Club voll funktioniert. Außerdem erzeugt es zwiespältige Emotionen. Würde ein Rückschaufilm auf 27 Jahre Intro mit dieser Musik unterlegt, wäre man sekündlich unsicher, ob das sanfte, verspielte, cineastische Drama nun zu beliebig oder in seinem nerdigen Charme ohne Worte genau das Richtige zum Abschied ist.

Corduroy

Return of the Fabric Four

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Acid Jazz Records

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