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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Bye Bye Beauté

Coralie Clément

»Stereotyp de luxe«, schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man ›Bye Bye Beauté‹ hört. Schließlich erfüllt Coralie Clément mit ihrem falsettartigen Gesang das Klischee der süßen kleinen Französin. Man sollte jedoch nicht vorschnell urteilen, denn die Sängerin hat weitaus mehr zu bieten. Tro
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»Stereotyp de luxe«, schießt einem als Erstes durch den Kopf, wenn man ›Bye Bye Beauté‹ hört. Schließlich erfüllt Coralie Clément mit ihrem falsettartigen Gesang das Klischee der süßen kleinen Französin. Man sollte jedoch nicht vorschnell urteilen, denn die Sängerin hat weitaus mehr zu bieten. Trotz ihres überwältigenden Debüt-Erfolgs ›Salle Des Pas Perdus‹ hat sie sich von dem leichtfüßigen Bossa Nova einer Astrud Gilberto abgewandt und schlägt nun rockigere Töne an. Ausschlaggebend dafür war ihre Begegnung mit dem Nada-Surf-Bassisten Daniel Lorca, der sie live auf der Tournee begleitete und zusammen mit ihrem Tausendsassa-Bruder Benjamin Biolay das aktuelle Album produzierte. Coralie Clément singt und haucht zwar weiterhin mit brüchiger Stimme und umsäuselt damit den Hörer, doch in ihren Texten erzählt sie von zerbrochenen Idyllen, Selbstmord und sogar von Mordfantasien. Der kontrastierende Inhalt verleiht den Songs eine juvenile Melancholie und eigentümliche Faszination, der man sich nur schwerlich entziehen kann.