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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Dusk In Us«

Converge

Schrei und werde – keifend, kotzend, chaotisch hauen Converge mit »The Dusk In Us« allen auf die Fresse, die ernsthaft geglaubt haben, dieser Band wäre die Puste ausgegangen.
Geschrieben am
In einer Zeit ein gutes Stück nach dem Peak von Metalcore und Hardcore-Punk ist eine Band wie Converge Grund genug für jede Form von völlig unvernünftiger Verehrung. Schließlich wurden während der vergangenen Jahre einfach zu viele Herzschmerz-Refrains an absolut blutleere Strophen getackert, über deren oft kaum auffindbaren Inhalt auch superdeepe Band- und Albumtitel nicht hinwegtäuschen können. Metalcore mündete, wie mittlerweile viele andere Spielarten des Genres, ins Binnenmeer des Melodischen, Biederen, des Radiotauglichen und Beliebigen. Aus diesem und vielen anderen Gründen üben die zerkratzten, entstellten, garstig aggressiven Krach-Attacken von Alben wie »You Fail Me« (2004) oder »Axe To Fall« (2009) nach wie vor Faszination auf Liebhaber extremer Gitarrenmusik aus, die Bannon, Ballou, Newton und Koller einen unerreichten Kultstatus in der Szene attestieren.

Album Nummer zehn ist zwar keine übermenschliche Demonstration krakenartig umarmender Riffs, bolzt aber dennoch die gesamte Spielzeit von 44 Minuten über des Hörers Trommelfell und kommt dabei nur selten in einigermaßen bedächtige Gefilde wie im Titeltrack oder im grandiosen »Thousands Of Miles Between Us«. Wer die Converge der letzten Alben kennt, braucht derlei Beschreibungen natürlich nicht, sondern greift guten Gewissens blind zu und ist im schlimmsten Falle nur aus dem Häuschen. Dürfte auch für diese Platte gelten und damit ein geflügeltes Wort befeuern, das in englischsprachigen Rezensionen zu den letzten Alben der Gruppe immer wieder auftauchte: »This band can do no wrong.«

Converge

The Dusk In Us

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Epitaph