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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Pram

Contriva live

26.02.2003, Köln, Gebäude 9. Unaufdringlichkeit regierte diesen Abend. Pram, seit Jahren musizierendes Sextett aus Birmingham, betreten die Bühne ohne ein Wort, besetzen ihre Instrumente und musizieren ihre kleine Welt aus verspielten Keyboard- und Trompetenmelodien, zurückhaltenden Gitarren und den
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26.02.2003, Köln, Gebäude 9. Unaufdringlichkeit regierte diesen Abend. Pram, seit Jahren musizierendes Sextett aus Birmingham, betreten die Bühne ohne ein Wort, besetzen ihre Instrumente und musizieren ihre kleine Welt aus verspielten Keyboard- und Trompetenmelodien, zurückhaltenden Gitarren und den fabelhaften Lyrics von Sängerin Rosie in die Köpfe des Publikums im nicht gerade übervollen Gebäude 9. Bis ins Detail liebevoll ist diese Welt und Pram scheinen sich dort wohl zu fühlen so dass man am Ende des Konzertes am liebsten ein leises "Danke für die Einladung, jederzeit wieder" in Richtung Bühne geflüstert hätte.
Wenn überhaupt jemand die Überfloskel "Indie" noch mit Leben füllen kann, dann sind das vermutlich die MusikerInnen rund um das Monika-Label aus Berlin, unter ihnen auch Contriva, vierköpfige Band um die äußerst umtriebige Masha Qrella. Und so ist alles, wie es sich gehört: Synthesizerlogos werden mit Tape verschönert, Instrumente sind prinzipiell verfügbares Allgemeingut und dürfen daher auch mal gerne getauscht werden und die nonchalanten Songs laufen auch ohne umtriebige Posen ihrer UrheberInnen ganz gut. Zum Abschluss gibt es dann noch einen kleinen Feedbackschauer auf den Weg nach Hause und man wünscht sich ein größeres Wohnzimmer, damit Contriva dort auch mal auftreten können.
Alles in allem bot dieses exquisite Package eine gesunde Grundlage, um das harte Karnevalswochenende zu überstehen.