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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Universal Mind Control & Beat Konducta Vol. 5-6

Common & Madlib

Tja, was schreiben, ohne ungerecht zu werden? Schließlich kann Common ja nichts dafür, dass man sich so viel von diesem Album erwartet hat.
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Tja, was schreiben, ohne ungerecht zu werden? Schließlich kann Common ja nichts dafür, dass man sich so viel von diesem Album erwartet hat und es jetzt diese hochgesteckte Latte zu reißen droht.

Doch der Reihe nach. Rapper Common gehörte bis dato zu den besten MCs, die das HipHop-Biz noch nicht komplett korrumpieren konnte. Seine Reime, sein Flow, sein Timbre - passte alles hervorragend zu den Beats von The Roots, Jay Dilla und zuletzt sogar KanYe West. Für sein neues Album tat er sich nun mit den Neptunes a.k.a. Pharrell Williams zusammen. So weit, so gut. Aber was bei The Clipse, Kelis und sogar Britney Spears und Madonna perfekt passte, passt hier nun wirklich nicht. Die elektronischen Beats berauben Common seiner eigentlichen Stärken, sein Rhyme-Style, den man sonst unter einer Millionen herauserkennen kann, wird von der Rhythmus-Maschinerie schlichtweg eingestampft. Als Ergebnis bleibt kaum mehr als ein solides Neptunes-Album übrig - aber dafür braucht es keinen Common hinterm Mikrofon.
Wie es besser geht, beweist Madlib mit der neuesten Ausgabe seiner "Beat Konducta"-Serie: "A Tribute To ..." Zusammen mit dem besten DJ dieses Lebens, J. Rocc (Beatjunkies), hat er die Kerze vom Grab J Dillas aufgenommen, um mal wieder nachhaltiges Licht ins HipHop-Dunkel zu bringen. So entstand ein bestechendes Mixset, bestehend aus Instrumentals, Beat-Fragmenten, Voices, Sounds, Breaks ... Und da die Vinyl-Edition dieses Albums schon im letzten Jahr erschien, kann man es jetzt auch mit Fug und Recht als bestes HipHop-Album von 2008 und 2009 bezeichnen.