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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Coleurs Sur Paris

Nouvelle Vague

Gerade weil sie dieses Mal auf die Bossa-Nova-Deko verzichten und sich auf Laisser-faire-Liedgut konzentrieren, gelingt es den Franzosen, die sinnlichen Geschmacksnerven zu treffen. Rrrrr!
Geschrieben am

Nach Nouvelle Vagues drittem und auch als »3« betiteltem Album vergangenes Jahr hatte man den starken Verdacht, die vom Bossa Nova gekidnappten Coverversionen hätten nun endlich einmal Ruhe. Aber Irrtum, schon lauert der nächste Sack, der diversen Klassikern übergestülpt wird. Aber dieses Mal nimmt das französische Kollektiv Abstand von zeitlosen Punk- und New-Wave-Klassikern und fokussiert sich auf Landsleute wie Vanessa Paradis, Camille oder Soko.

Das führt dazu, dass vor allem die ersten Songs beschwingen wie eine Cocktailbar in St. Tropez oder luftig brausen wie eine Tour mit dem Motorroller durch Paris. Solche Musik macht Coralie Clément auch - nur ohne Coversongs. Erst nach und nach gelingt es Nouvelle Vague, mit ein paar Interpretationen zu überraschen - und ja, da schießt ein »Oublions L'Amerique« schon mal gefährlich aus der Hüfte, erlaubt »Putain, Putain« einen Ausfallschritt Richtung Bossa Nova, ohne das Parkett zu glatt zu bohnern. Alles ein bisschen wie die frankophile Nonchalance Leonard Cohens.

In drei Worten: COCKTAILBAR / CHAMPS-ÉLYSÉES / NONCHALANCE