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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Tales Of A GrassWidow

CocoRosie

Immer wieder aufs Neue am Tisch der verrückten Casady-Schwestern bei süßer Limonade und Zuckergusskuchen zu sitzen langweilte spätestens mit ihrem letzten Album »Grey Oceans«.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Wer deshalb bei »Tales Of A GrassWidow« schon den Termin beim Zahnarzt fürchtet, darf erleichtert sein: Das fünfte CocoRosie-Album schont unsere Zähne, fordert unseren Kopf und ist zum ersten Mal eine ganz offene Einladung der Musikerinnen, teilzuhaben an ihrer spleenigen Welt.

Musikalisch groß verändert haben sie dabei eigentlich nichts. Immer noch geben sich Weird-Folk, HipHop, Oper und Electro die Instrumente in die Hand, singt Bianca düster und flüsternd, Sierra opernhaft. Und immer noch kleiden CocoRosie ihre Moritaten wie Fabelwesen. Aber im Gegensatz zu ihrer bisherigen Weigerung, ihr Werk zu dechiffrieren, verfolgen sie nun die Mission des Future Feminism. Der soll der Welt die dringend benötigte Gleichberechtigung bringen und wurde unter anderem initiiert von CocoRosie-Freund und -Meistersänger Antony Hegarty (Antony And The Johnsons). Der darf auf »Tales Of A GrassWidow« nicht fehlen und liefert als musikalischer Gast auf »Tears For Animals« einen der besten Songs auf diesem ohnehin komplett überzeugenden Wunderwerk.

In drei Worten: Toy-Folk / Feminismus / Wunderwerk