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23 Seconds

Cobblestone Jazz

Elektronische Musik und Improvisation, da denkt man eher an experimentelles Geknirsche als an knackige, funky House-Tracks
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Elektronische Musik und Improvisation, da denkt man eher an experimentelles Geknirsche als an knackige, funky House-Tracks wie die des kanadischen Trios Cobblestone Jazz. Der Name ist jedoch irreführend. Holprig wie auf Kopfsteinpflaster klingt hier nichts, und abgesehen von einigen Inventionen am Rhodes-Piano werden die typischen Jazz-Klischees gekonnt umschifft. Trotzdem - so sagen Mathew Jonson, Danuel Tate und Tyger Dhula - sei ihre bevorzugte Arbeitsweise der gegenseitige musikalische Austausch in der Live-Situation. So viel zum Jazz.

Es ist wirklich erstaunlich, dass die Tracks am Stück aufgenommen und nicht am Computer gebastelt worden sein sollen, so dynamisch, treibend und gleichzeitig leicht klingt hier alles. Dhulas Hintergrund als DJ und Produzent, Jonsons Fähigkeit der Live-Programmierung analoger Retro-Synths wie dem Roland SH-101 und Tates Hintergrund als klassisch geschulter Jazz-Pianist verbinden Cobblestone Jazz zu einem sehr minimalen, konzentrierten Sound, der gleichzeitig aber voll von lebendiger Energie und unglaublichem Swing ist. Da ist nur konsequent, dass der zweite Teil der Doppel-CD ein Live-Mitschnitt ist, der das beeindruckende Potenzial dieses Trios unterstreicht.