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Kill ‘em All

Coach

(CD / srippberger@mmg.de) Coach sind wohl ein Parade-Beispiel, dass Majorverträge für local Indie-Bands nicht per se Errettung aus vermeintlich zu limitierten Szenezusammenhängen darstellen, sondern dass man dabei auch immer noch gut zerfickt werden kann. Coach wurden gesignt, bekamen ein Low-
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(CD / srippberger@mmg.de)

Coach sind wohl ein Parade-Beispiel, dass Majorverträge für local Indie-Bands nicht per se Errettung aus vermeintlich zu limitierten Szenezusammenhängen darstellen, sondern dass man dabei auch immer noch gut zerfickt werden kann. Coach wurden gesignt, bekamen ein Low-Budget-Video und eine unverkäufliche High-Price-Mini-CD ermöglicht und wurden dann in der Vorhölle majorbandesker Uncoolness auf dem Abstellgleis kaltgestellt. Das war vor Jahren. Jetzt, auf eigenen Beinen, kann man wieder gut stehen und bringt ein Album mit ganzen elf neuen Songs raus. Von dem ursprünglichen Coach-Sound, der ihnen ja auch Kontakt zum amerikanischen Doghouse-Label brachte, ist nicht mehr so viel übrig. Weniger sloganhafter Pop-Emo-Punk zwischen Get Up Kids und Mr.T-Experience, sondern erst mal runtergekochte, aufwändigere und komplexere Songs, ohne sich dabei zu verzetteln. Brüllen und einfach krachen will man nämlich immer noch. So bleibt unter dem Strich ein vielseitiger Entwurf, der im Leiden an Jonas, bei den untertourigen Piano-Momenten an die letzte Promise Ring erinnert. Das nur mal als Brücke oder Hausnummer, damit Coach wieder gefunden werden können. Denn sie haben es verdient, wurden lang genug mit der goldenen Kette gepeitscht und geknechtet und sind jetzt frei.

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