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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Life Without Sound«

Cloud Nothings

Glücklicherweise ist das Noise-Rock-Bündel von Dylan Baldi immer für Überraschungen gut. Diesmal tendiert das Krach-Pendel heftiger in Richtung harmonische Versöhnung.
Geschrieben am
Es beginnt mit einem Klavier und endet in einem unkontrollierten Feedback-Schlagzeug-Taifun. Aber zwischendrin hat die Band aus Cleveland eine Menge schaurig-schöner Pop-Momente versteckt. Obwohl das von Steve Albini produzierte Album »Attack On Memory« von 2012 als die Durchbruch-Platte der Cloud Nothings gilt, schafft es Baldis (mittlerweile mit Chris Brown erneut zum Quartett gewachsene) Band weiterhin, die Extreme zwischen brutalem Instrumental-Wutausbruch, schreiender Unzufriedenheit und zauberhafter Gitarrenwand-Glückseligkeit stets wieder frisch abzustecken. »Life Without A Sound« ist dabei keineswegs ein leises Album geworden, hält aber in den intensivsten Momenten lieber für einen kurzen Moment inne. Wo zuvor anschwellender Krach in mitreißendem Chaos ertränkt wurde, löst die Band nun öfter die Melodie-Versöhnung aus, ohne etwas von ihrem groovigen Krachmacher-Charme einzubüßen. Und mit »Modern Act« ist ihnen gar eine Hitsingle gelungen, grob Richtung Dinosaur Jr. ohne Knarzstimme und Gitarrensolo. Fantastisches Album, das dafür sorgt, dass die Schublade »Indierock« auch 2017 geöffnet bleiben darf.

Cloud Nothings

Life Without Sound

Release: 27.01.2017

℗ 2017 Wichita Recordings Ltd., under exclusive license from Cloud Nothings.