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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Clip zur 20 Jahre Intro-L7-Coverversion

Luise Pop

Vergangenes Jahr coverten die ÖsterreicherInnen Luise Pop für die Single zu unserem 20 Jahre Intro-Special »Grunge« den L7-Klassiker »Fast And Frightening«. Der Song gefiel der Band um Sängerin Vera Kropf offenbar so gut, dass jetzt noch einen Clip dazu veröffentlicht wurde. Intro bat sie, Songauswahl und Video zu erklären.
Geschrieben am

Das gesamte Intro-Jubiläumsjahr 2011 schlossen die Intro-Ausgaben mit zehnseitigen »Damals«-Specials, in denen wir bedeutende Musikstile und –strömungen der vergangenen 20 Jahre retrospektiv betrachteten. Dazu gab es jeweils eine exklusive und höchst limitierte 7“-Vinyle im Intro-Webshop zu kaufen. Manche der 10 Picture-Singles sind bereits ausverkauft, von anderen sind noch geringe Stückzahlen zu haben.
 
Jetzt haben die österreichischen Luise Pop dem Song, den sie für unser Grunge-Special aufnahmen, eine besondere Ehre zuteil werden lassen: Ihr Cover von L7s »Fast and Frightening« hat nun sein eigenes Video bekommen, editiert von Frontfrau Vera Kropf höchstselbst. Wir freuen uns und verweisen gerne auf die zugehörige Single, auf dessen A-Seite die Hamburger Sport Mudhoneys »Touch Me I’m Sick« covern. Beide Versionen sind der herausgehobenen Veröffentlichung auf dem schicken Vinyl natürlich absolut würdig und sehr empfehlenswert!

Hier erklärt Vera Kropf, warum sie den Song als Cover auswählte und wie die Bilder des Videos den Song vertiefen:
 
»»Fast and Frightening« handelt von einem gefährlichen Mädchen. Sie ist tough, cool und sehr sexuell. Ich bin von ihr beeindruckt, ich möchte mit ihr befreundet sein, ich fürchte mich vor ihr, ich finde sie anziehend. Straight girls wish they were dykes. Die L7-Originalversion ist schnell und hart gespielt und gesungen: Es kommt rüber, dass die Band/Sängerin selber »fast and frightening« ist. Wir haben den Spieß umgedreht und eine »Dangerous Surf«-Nummer daraus gemacht: Bei dieser Art von Surfmusik geht es um die richtig großen Wellen, also Naturgewalten, die gefährlich, aber auch, ja, verdammt geil sind. Die Angst gehört dazu – das ist der Nervenkitzel, der Kick, die Herausforderung. Es ist also aus der Position derjenigen gesungen, die sich fürchtet vor und fasziniert/angetörnt ist von einer wüsten, wilden, weichspülerlosen Weiblichkeit: »She's got so much clit she don't need no balls.«
 
Das Video besteht aus Bildmaterial aus dem Prelinger Archiv: Es stammt zum einen aus »Sheree In Her Original Tiger Dance«, einer exotisch-diabolischen Burlesque-Bauchtanz-Nummer mit jeder Menge Hüftschwung und raubkätzischen Posen. Außerdem aus Ausschnitten aus »Habit Patterns«, einem Social Guidance-Film, in dem sich ein rebellisches, trotziges, vielleicht sogar ein wenig bösartiges Mädchen namens Barbara und ihre mahnend-bedrohliche »Film Noir«-Mutter ein ungutes Stelldichein geben. Die brave Helen dagegen sitzt gesittet am Frühstückstisch mit ihren Eltern, in trauter Harmonie. Aber wenn sie zum Fenster hinaus schaut, sieht sie Sheeree ihren abgründigen Tiger Dance tanzen. Der Stachel sitzt schon im Fleisch und der kleinbürgerliche Orangensaft schmeckt nach Gift. Ahoi. Her glance hits me like lightning…«