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Donnergrollen

Clap Your Hands Say Yeah

Das Indie-Wunder Clap Your Hands Say Yeah legt im Januar mit 'Some Loud Thunder' seinen zweiten Streich vor. Und obwohl der ruhiger als dre Vorgänger ausfällt, geht es um Donner, den lauten und den leisen, wie Frontmann Alec Ounsworth erklärt.
Geschrieben am

2005 kam man ja kaum an dem New Yorker Indie-Wunder vorbei. Neben dem fulminanten Start der Arctic Monkeys galt die Erfolgsgesichte von Clap Your Hands Say Yeah und ihrem selbst betitelten Debüt, das sich ohne Label(-promo) allein in ihrer Heimat über 120.000 Mal verkaufte, als deutliches Zeichen nicht nur innerhalb der Indie-Kultur, dass sich gute Musik im Zeitalter von Mitmachweb und Word-Of-Mouth-Promo dann doch irgendwie durchsetzt. Zumindest jubelte so dann auch irgendwann die seriöse Presse.

Mit 'Some Loud Thunder' folgt also jetzt, man möge den Kalauer verzeihen, der Donner auf den alles erleuchtenden Blitz. Produziert hat das Zweitwerk The Flaming Lips-Intimus und Ex-Mercury Rev-Bassist Dave Fridmann, über den Alec Ounsworth nur Gutes zu berichten weiß: "Dave was unfamiliar with our new songs, so I sent him some demos," so Ounsworth. "So we played some of the songs for him [and] he made some suggestions. The approach remained very similar. He challenged me and us. The idea of the suggestions, that's why one album is distinguishable from another -- and that has to be a result of a collaboration of six people rather than five." Eben dieser neue Einfluss soll sich laut Ounsworth auch in den neuen Songs niedergeschlagen haben, das Material auf 'Some Loud Thunder' sei ein wenig ruhiger ausgefallen, als das hektisch-zuckende Debüt. Dennoch ginge es da jetzt um "thunder, and whether or not it is loud. I had a relative idea of how the songs were going to come off. But I like the surprise factor [of the studio]. It's hard to explain to how a song might come off, and then the readjustment period with all of us."

Und wie klingt das dann im Detail? Der Opener und Titeltrack reitet auf eine Bassgroove, einer Blue Oyster Cult-Gedächntnis- Kuhglocke und einem Akustikriff, 'Emily Jean Stock' könnte glatt als Girlie-Group-Song durchgehen und 'Mama, Won't You Keep Them Castles In The Air And Burning?' wartet mit dem feinen Reim "I hope you notice/I'm no hare/You're no tortoise" auf, wie billboard.com zu berichten weiß. Über den Aufruhr, den das Debüt vor allem bei Bloggern und Online-Zines erzeugt hat, mag Ounsworth indes gar nicht weiter nachdenken: "I don't really pay attention to attention. It gets invasive.


Dann doch lieber schon einen Schritt weiter denken, z.B. an ein mögliches Soloalbum, so er denn Zeit findet. "As soon as I get time to work on something, I'll put out an album," wirft er uns schon mal einen Brocken hin. “But I find it a miracle that I have time to go to the bathroom. There are definitely projects in the works." Jetzt aber erstmal alle Augen auf 'Some Loud Thunder'.