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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Civilian

Wye Oak

In klassischer Mittneunziger-Lakonie erschaffen Wye Oak eine neue Welt aus den Kontinenten Built To Spill, Sonic Youth, Folk und Dreampop.
Geschrieben am

Selbst wenn die Vorgängeralben bereits Schönheit andeuteten, die ganze Kraft ihrer Live-Performances haben Wye Oak erst mit „Civilian“ endlich auch in Gänze auf Albumlänge ausbreiten können: zehn Songs, die aus der Welt fallen. Andy Stack am Schlagzeug und Keyboard und Jenn Wasner an der Gitarre und mit zerfasertem Gesang – das genügt, um eine ganze Welt aus den Kontinenten Built To Spill, Sonic Youth, Folk und Dreampop zu erschaffen.

In klassischer Mittneunziger-Lakonie rotten sich die Ideen zu Songs zusammen und vermeiden dabei elegant den typischen Fehler der allgegenwärtigen Neo-Shoegazer, denen Geschwindigkeit als Allheilmittel dient. Nicht so das Duo aus Baltimore, das selbst bei schnelleren Stücken wie „Holy Holy“ jegliche Anbiederung an den feisten Überschwang vermeidet und lieber auf die sicherlich tausendfach gehörten Akkorde von „Daydream Nation“ zurückgreift, bevor es in eine zünftige Indie-Kirmes ausartet. Die würdevolle Stimme Jenn Wasners tut ihr Übriges. Tolles Album, sowohl für Erinnerer als auch Spätgeborene.

In drei Worten: NEO-SHOEGAZE / NEO-DREAMPOP / NEO-NEO