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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

We Travel Fast

Chunking

Viva Las Vegas! Was hat sich Labelchef Tim “Love” Lee denn hier wieder an Land gezogen? Große Gefühle XXL! Aufgepeppter Pop mit viel Seele, der irgendwo zwischen der Eleganz Morcheebas oder Zero 7s, 60s-Referenzen und der wärmenden Heimeligkeit des 70er-Soul sein Plätzchen sucht - und findet. Das So
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Viva Las Vegas! Was hat sich Labelchef Tim “Love” Lee denn hier wieder an Land gezogen? Große Gefühle XXL! Aufgepeppter Pop mit viel Seele, der irgendwo zwischen der Eleganz Morcheebas oder Zero 7s, 60s-Referenzen und der wärmenden Heimeligkeit des 70er-Soul sein Plätzchen sucht – und findet. Das Songwriting und die Harmonieseligkeit erinnern manchmal gar an den berühmtesten Schweden-Vierer dieser Dekade. “Angel Eyes” kann man also durchaus als Hommage verstehen. Zu viel Pop kann natürlich auch zu Überfluss bzw. -druss führen. Machen wir uns nichts vor. Zu dieser Platte gibt es eine Vorgeschichte, die ich kurz anreißen werde, da sie so wundervoll ist: Eine Kellerwohnung im Seebad Brighton, zwischen Kartonmobiliar und abblätternden Tapeten begann Sean Hennessey seine noch nackten Songskelette zu entwerfen. Seine Gitarre, ein völlig veralteter PC und seine Freundin Jessie halfen ihm dabei. Statt für das Leben außerhalb mit ständig zugedröhnten Freunden entschied er sich für die Isolation. Und für die Musik. Doch auch die stärkste Liebe kann entzweigehen – bezeichnenderweise, je mehr die Arbeit bzw. die Musik in das Leben der beiden rückte. Der beste Freund der beiden half dabei, “We Travel Fast” dennoch fertig zu stellen. Immerhin war diese Platte ihr gemeinsames Baby, und sie erzählt diese Geschichte. Wir als Romantiker sollten uns bildhaft vorstellen, wie Jessie die Tränen über die Wangen liefen, als sie “I Won’t Be Following” einsang. Schnüff. Kein Wunder also, dass Liebesbeauftragter und Chef-Romantiker Tim “Love” Lee diese reizende Musik veröffentlichen musste.