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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Chrome Sparks«

Chrome Sparks

Endlich liefert Jeremy Malvin auf Albumlänge ab. Hypnotische Synthie-Soundscapes und HipHop-Bruchstücke sind nur zwei Stärken dieses höchst vielschichtigen und kreativen Musikrausches.

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Gerade bei elektronischer Musik lohnt sich die Suche nach Zuckerstückchen noch richtig. Obwohl der in Brooklyn lebende Jeremy Malvin in den Staaten vereinzelt schon als das nächste große Ding in der Sparte Electronic Music gehandelt wird, muss man hierzulande schon kundiger Vinyl-Sammler oder gewiefter Spotify-Abonnent sein, um seine ersten EPs auf dem Schirm zu haben. Nun legt er auf einem Sublabel von Ninja Tune sein Debüt vor, das vor kreativer Perfektion förmlich übersprudelt. Allem voran breiten sich die knisternd-warmen Analog-Synthesizer-Flächen aus, Malvins Spielwiese, die wahlweise mit Electro-Pop, HipHop oder leichtfüßigem House dekoriert wird.

Sehr eingängig und doch mit entsprechendem Tiefgang glättet er die Kanten zwischen detailverliebter Studioarbeit und herbsüßer Popmusik. Das ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit in ihrem eigenen Brooklyner Studio und in einer abgelegenen Hütte am Stadtrand. Zudem holte er sich das australische Duo Kllo, Angelica Bess (Body Language) und Graham Ulicny (Reptar) für ein paar Gast-Features, was die Vielschichtigkeit noch mal erhöht. So wurde »Chrome Sparks« zu einem überzeugenden Debüt jenseits von verkopfter Electronica-Komplexität, das trotzdem jede Menge Entdeckungen parat hält.

Chrome Sparks

Chrome Sparks

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Counter Records