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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Lieder ohne Leiden«

Christiane Rösinger

Sechs Jahre nach ihrem Debüt präsentiert Christiane Rösinger »Lieder ohne Leiden«, die vor allem eines sind: Lieder vom Leiden.
Geschrieben am
Nach ihrem 2010er-Album »Songs Of L. And Hate« gab es Christiane Rösinger in Buchform, in Hörbuchzusammenhängen und als rauchenden Geist der Flittchenbar. Nun macht die Sängerin der Lassie Singers und von Britta also wieder Musik. Und zwar »Lieder ohne Leiden«, die Leidenslieder sind. Verzweiflungstexte über das Jetzt und Hier, so lakonisch echt, dass sie über die pure Beschreibung hinaus- und als vertonte Zustandsanalyse einer melancholischen und musikalischen Seele – so die Deskription des eigenen Spiegelbildes – ganz tief reingehen. Daran trägt auch Andreas Spechtl Schuld, der das Album instrumentiert, aufgenommen und produziert hat. Der warme, – man wagt es kaum zu schreiben – fröhliche Klang verschränkt sich so wunderbar mit den Texten, die wie gewohnt kein Gramm Wortfett mit sich herumtragen. Der Hut gehört für den Gentrification-Stomper »Eigentumswohnung« ebenso gelupft wie für die prekäre und wunderschöne Hymne »Lob der stumpfen Arbeit«. »Lieder ohne Leiden« ist eine halbe Stunde Geschichtsschreiberei der Gegenwart. Gut aufbewahren für den Fall, dass euch eure Enkel irgendwann mal fragen: »Was habt ihr damals eigentlich gemacht?«

Christiane Rösinger

Lieder ohne Leiden

Release: 24.02.2017

℗ 2017 Staatsakt.