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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»As If Apart«

Chris Cohen

Psych-Pop at its best: Chris Cohens »As If Apart« dokumentiert die Selbstfindung eines Künstlers aus der zweiten Reihe.
Geschrieben am
Chris Cohen ist der Spargelstecher unter den US-Gitarristen: Ein Saisonarbeiter, der zielstrebig seine Arbeit verrichtet und von dannen zieht, wenn die Saison vorbei ist. Ob als Aushilfe oder als festes Bandmitglied hat man Cohen schon bei Deerhoof, Ariel Pink’s Haunted Graffiti oder den weniger bekannten Cryptacize gehört. 2012 hat er seine Vergangenheit als Saisonarbeiter mit seinem Solodebüt »Overgrown Path« erstmal hinter sich gelassen. Seine Sozialisation bleibt aber unverkennbar: Er mixt 1970er-Psych-Rock und Pop, Soft-Rock, Piano-Balladen und von Synthies geprägten Indie-Rock. Die einzelnen Elemente wirken aber nicht so sehr durch den Fleischwolf gedreht wie bei Deerhoof und Ariel Pink. Cohens relaxter Singsang klingt dabei wie die Kings Of Convenience zu ihren besten Zeiten. Cohens Psychedelic ist eher puristisch, inklusiv und nicht darauf aus, ästhetische Konventionen in Frage zu stellen oder zu überwinden, im Gegenteil: Songs wie »As If Apart« und »Torrey Pine« bringen zwar die wirrsten Melodiefolgen zum Vorschein, sie sind aber eher Ausdruck komplexer Harmoniefolgen. Erst beim zweiten Hördurchgang fügen sie sich in das Gesamtgefüge ein und ergeben etwas, das es bei Ariel Pink und Deerhoof nicht immer gibt: Ein Gesamtkonzept.

Chris Cohen

As If Apart

Release: 06.05.2016

℗ 2016 Captured Tracks

Chris Cohen »As If Apart« Captured Tracks / Cargo / VÖ 06.05.2016