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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Multikulturelles Chamäleon

Chezeré

' Diese Odyssee findet im künstlerischen Werdegang ihre Entsprechung: aus der geplanten Tänzerlaufbahn wurde eine Karriere als Sängerin. Doch ein vielversprechender Anfang mit jähem Ende bei SCREAMING TARGET ließen CHEZERÉ vorsichtig werden. Das erklärt ihr kurzes Gastspiel bei URBAN SPECIES, die ve
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Autor: intro.de

' Diese Odyssee findet im künstlerischen Werdegang ihre Entsprechung: aus der geplanten Tänzerlaufbahn wurde eine Karriere als Sängerin. Doch ein vielversprechender Anfang mit jähem Ende bei SCREAMING TARGET ließen CHEZERÉ vorsichtig werden. Das erklärt ihr kurzes Gastspiel bei URBAN SPECIES, die verworfenen Pläne für ein Drum'n'Bass-Projekt sowie den gescheiterten ersten Anlauf für ihr Solo-Debüt. Keine Frage, wir haben es hier mit einer Perfektionistin zu tun, die zwar das 'Wie' beherrscht, jedoch noch keine Antwort auf das 'Was' gefunden hat oder finden will. 'Ich habe nie irgendwo reingepaßt. Der Black Community in L.A. fühlte ich mich ebensowenig verbunden wie den oberflächlichen weißen Kids. Und später in England konnte niemand glauben, daß ich nicht in South Central gewohnt habe.' Die Suche nach der eigenen (künstlerischen) Identität hat der 30jährigen Britin eine tiefe Abneigung gegen Rollenklischees eingeimpft und sie das Sich-nicht-festlegen-Wollen zum Prinzip erheben lassen. Kein Wunder also, daß 'Upfront ... And Personal' nicht das schmalzige, blütenreine Debüt einer austauschbaren 08/15-R'n'B-Puppe geworden ist, sondern eine mit viel Herzblut erarbeitete Fusion aus Soul, Funk, HipHop, Folk und Rock, die auch vor dunkleren Momenten nicht zurückschreckt. Musik mit Treibsandwirkung, für die ein Line-up internationaler Funk-, Jazz- und HipHop-Größen wie Drummer Derrick McKenzie (JAMIROQUAI), die Häfte der GALLIANO-Crew oder die Franzosen DJ CAM und DOCTOR L (ASSASSIN) verantwortlich zeichnete.
Angesichts des hörbar hohen Anspruchs der Künstlerin an sich selbst dürfte es CHEZERÉ, die ihr Pseudonym in Anlehnung an den italienischen Männernamen Cesare gewählt hat, nicht schwerfallen, einen ähnlichen Siegeszug wie jener berühmte Feldherr anzutreten. Around the world.