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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Sabbath experimentell gesehen

Changes

Die Welt hat eigentlich schon mehr Tribute-Sampler als sie je erbeten hätte. Wenn kleine Labels schnell Geld akquirieren müssen oder Winzbands präsentieren an den Markt bringen möchten, wird mal eben gehuldigt. Sowas findet immer Zuspruch durch unkritische Freunde der Belobhudelten. Black Sabbath wa
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Die Welt hat eigentlich schon mehr Tribute-Sampler als sie je erbeten hätte. Wenn kleine Labels schnell Geld akquirieren müssen oder Winzbands präsentieren an den Markt bringen möchten, wird mal eben gehuldigt. Sowas findet immer Zuspruch durch unkritische Freunde der Belobhudelten. Black Sabbath war diesbezüglich immer ein dankbarer Name und hat von mittelalterlichen Quartetten bis zur Kammermusik schon so manche Neuinterpretation ertragen müssen. Nun bekommen die Begründer des Heavy Metals endlich ein Denkmal aus dem Experimental-Bereich. Freunde des Originals, zieht euch warm an!

Frei weg zunächst die Tracklist:
'F/X', Matmos
'Reversible Sabbath', Ruins
'Black Sabbath', Grails
'Iron Man', Four Tet
'Changes', Curtis Harvey Trio
'Fairies Wear Boots', Paul Newman
'Planet Caravan', the Anomoanon
'Sabbath Bloody Sabbath', Racebannon
'Sweet Leaf', Greenness with Philly G

Von Matmos hört man, dass 'F/X' (Achtung Omen-Nomen!) auch als elektronisches Zirpen gut klingen kann, Four Tet wird akustisches Klimpern mit völlig verdrehten Beats mischen und die japanischen Noise-Terroristen Ruins werden bei 'Reversible Sabbath' verschiedenste Riffs ihrer Lieblingsband rückwärts präsentieren. Unterm Strich bleibt bei der 'Everything Comes & Goes: A Tribute to Black Sabbath' betitelten Compilation entsprechend kein Ton auf dem anderen und es ist zu bezweifeln, ob man das dem regulären Fan der Band überhaupt zumuten möchte. Ab dem 5. April verwüstet das Ding die Plattenregale. Sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.