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Jukebox

Cat Power

Chan Marshalls zweites reines Coveralbum "Jukebox" wendet sich wieder der reichen Geschichte der traditionell amerikanischen Musikstile zu.
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Es hat einige Alben gedauert, bis Scout Niblett letztens den Schritt zu mehr klassischer Gangbarkeit im Song vollzog. Ein letzter Anstoß dazu dürfte die Entwicklung Cat Powers a.k.a. Chan Marshall gewesen sein, deren Karriere sich der Nibletts ziemlich ähnelt und die die meisten Schritte immer ein paar Jahre vor Niblett durchmachte. Marshalls Entwicklung gipfelte Anfang 2006 in dem überaus schönen Album 'The Greatest', das Verkaufszahlen erreichte, die inklusive Marshall selbst wohl niemand jemals erwartet hätte.

Cat Power begegnet der daraus resultierenden Erwartungshaltung nun mit ihrem zweiten reinen Coveralbum. 'Jukebox' wendet sich dabei wieder der reichen Geschichte der traditionell amerikanischen Musikstile zu.
Anders als auf 'The Covers Record' von 2004 sind die ausgewählten Stücke aber allesamt in sehr klassischen und bruchlosen Arrangements aufgenommen.

Fast ausnahmslos stellt Marshall den Song in den Fokus und nimmt ihre auf ihren eigenen Alben öfter durchscheinende expressive Künstlerpersönlichkeit zurück. Das ist schade, eine mutigere Interpretation hätte einigen Songs gut getan. Trotzdem verbinden sich die Versionen von Sinatra-, Dylan-, Holiday- und Joplin-Originalen hier zu einem homogenen Ganzen, aus dem besonders die bekannte interpretatorische Eleganz Cat Powers und die immer noch relativ sparsamen Instrumentierungen herausstechen. Wie schon bei 'The Covers Record' gilt auch hier: Schon schön, aber Cat Powers Alben mit eigenen Kompositionen sind besser.