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Zappeln lassen

Casiokids

Wer aus einem idyllischen Dorf wie Bergen kommt, der gerät nicht ins Hudeln, nur weil es im Pop anscheinend immer schnell gehen muss.
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Wer aus einem idyllischen Dorf wie Bergen kommt, der gerät nicht ins Hudeln, nur weil es im Pop anscheinend immer schnell gehen muss. Ganze vier Jahre ließen die Casiokids Thomas Venker auf „Topp Stemning På Lokal Bar“ warten. Jetzt darf er tanzen.



Detroit, Bergen, Los Angeles und Kopenhagen – so sieht nicht nur im Licht des neuen Albums der Frühherbst 2010 bei den Casiokids aus: Dieses internationale Stakkato der Auftritte lebt das norwegische Quartett bereits seit einigen Jahren. Und das, obwohl es sowohl meist um die Pop-Hauptsprache Englisch herumtänzelt als sich auch nach dem 2006 erschienenen Debüt „Fuck Midi“ nicht stressen ließ und erst mal nur auf Maxis setzte. Da diese allerdings nicht irgendwo, sondern bei den Hipstern Moshi Moshi herauskamen und die Casiokids zudem mit den friendly Folks des Øya Festivals die einflussreiche Osloer Hood hinter sich haben, schafften sie es auch so im NME zum besten norwegischen Export seit: Black Metal. Ihr Sound geht dann aber doch anders. Nämlich so: Im Clip zur ersten Singleauskopplung, „En Vill Hest Music“, tanzt sich ein junger Mann so sehr in Ekstase, dass ihn auch durchs Haus ziehende Rauchschwaden nicht zum Stoppen bringen. Die Magie, die das auszulösen vermag, heißt Musik. Im Fall der Casiokids handelt es sich um Electro-Pop, der Indie und Dance so leichtfüßig vereint und mit Techno, Spacedisco und Afrobeat-Einflüssen flirtet, dass auch man selbst sich sicher ist, ohne Bodenkontakt tanzen zu können.