×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

When I Sleep

Cargo City

Eins fällt sofort auf: die Professionalität, mit der Simon Konrad a.k.a. Cargo City ans Werk geht. Hier weiß jemand offensichtlich genau, was er will und wohin er will: maßgeschneiderte Emo-Popsongs schreiben und auf die iPods weltschmerzgeplagter Teens und Early-Twens kommen. Genau zwischen Jimmy E
Geschrieben am

Eins fällt sofort auf: die Professionalität, mit der Simon Konrad a.k.a. Cargo City ans Werk geht. Hier weiß jemand offensichtlich genau, was er will und wohin er will: maßgeschneiderte Emo-Popsongs schreiben und auf die iPods weltschmerzgeplagter Teens und Early-Twens kommen. Genau zwischen Jimmy Eat World und Dashboard Confessional. Konrad nimmt dem Emo jeglichen Rock und ersetzt ihn durch zarte elektronische Programmierung.

Die dient als Grundlage für Akustikgitarren und eine souverän gesäuselte Bubenstimme, deren Naivität so manches junge Herz zum Hüpfen bringen wird. Das süßliche Songwriting hat - vor allem bei den Balladen - gar etwas Boybandhaftes. Wer in der Musik das Sperrige sucht, wird hier nicht fündig. Lied Nummer vier klingt in seiner schlichten Lagerfeuer-Harmonik ganz ohne elektronisches Drumherum wahlweise nach Tracy Chapmans "Talkin' 'bout A Revolution" oder Tom Pettys "Free Fallin'". Soll heißen: Hier werden keine Umwege genommen. Jetzt muss nur noch ein großes Label anbeißen, was kein Problem sein sollte. Lediglich die englischen, in einem etwas aufgesetzten Heiße-Kartoffel-im-Maul-Amerikanisch vorgetragenen Texte könnten hinderlich sein. Aber das lässt sich ja noch ändern.