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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Facades & Skeletons

Cappablack

Japanischer HipHop neigt gerne zur Übertreibung, zur Groteske oder zum Cartoon. Nicht so im Fall von Cappablack, dem Duo iLLEVEN und Hashim B., deren Abstract-HipHop auf hohem Niveau mit Daedalus, Dälek oder Antipop Consortium mithalten kann. Obwohl es eine Achse zwischen Tokio und Berlin gibt, Capp
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Japanischer HipHop neigt gerne zur Übertreibung, zur Groteske oder zum Cartoon. Nicht so im Fall von Cappablack, dem Duo iLLEVEN und Hashim B., deren Abstract-HipHop auf hohem Niveau mit Daedalus, Dälek oder Antipop Consortium mithalten kann. Obwohl es eine Achse zwischen Tokio und Berlin gibt, Cappablack im Oceanclub aufgetreten sind und mit Pole und Jan Jelinek auf Tour waren, sind sie hierzulande noch viel zu wenig bekannt. Faszinierend ist das äußerst karge Gerüst an Rhythmen, über die das Duo abstrakte Soundscapes legt, die nicht an typische HipHop-Melodien, sondern eher an die Experimente von Autechre erinnern. Doch auch die Beats sind nur selten gerade, für „New Tone“ wurde ein 6/8-Rhythmus gewählt, der Musiker wie Hörer ziemlich ins Stolpern bringt. All das kommt jedoch nicht als geballte Exzentrik rüber, sondern bleibt erstaunlich homogen. Dies mag auch daran liegen, dass die Vocals sehr zurückhaltend eingesetzt werden, fast so puristisch wie im Fall von Sensational. All das ist trotz Minimalismus hochkonzentriert, verdichtet und ohne falsche Schnörkel.