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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Burst«

Brutus

Mehr Rockbands mit Frauen in der Pole-Position? Can do! Hier kommt ein Trio aus dem belgischen Leuven, bei dem die Sängerin gleichzeitig die Drummerin und das Kraftwerk der Band ist. 
Geschrieben am
Vor dem inneren Auge steht Stefanie Mannaerts eigentlich ständig mit zum Himmel gereckter Faust auf den rauchenden Trümmern ihres Kits. Eigentlich hatte sie bei den beiden anderen Musikern ihrer Band zwecks Gründung einer Refused-Coverband vorgespielt. »The Shape Of Punk To Come« hatte sie dementsprechend auch perfekt drauf, doch dann kam dem Trio die höchst unwahrscheinliche Reunion von Refused in die Quere, und plötzlich mussten sie ihren eigenen Sound finden. »Burst« ist nun nach drei 7"-Veröffentlichungen das Debüt auf Albumlänge, und sofort wird klar: Während Mannaerts gern wie im Black Metal auf full speed unterwegs ist, kommt Gitarrist Stijn Vanhoegaerden doch deutlich aus dem Postrock, bleibt trotz hoher Anschlagsgeschwindigkeit gern länger auf den Tönen und zieht die Band mit sich in den Hallraum, während Stefanie mit klarem Gesang über allem schwebt. Eine ungewöhnliche Kombination, die jeden kleinen Rockclub unter Dampf setzt und gleichzeitig zur Kathedrale werden lässt. Einzig die Punchlines sind ein wenig rar, die Songs noch etwas zu statisch geraten. Im Moment zählen bei dieser Band noch Energie und Dynamik.

Brutus

Burst

Release: 03.02.2017

℗ 2017 Brutus under exclusive license to Hassle Records