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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Mayday«

Boys Noize

Der Berliner Techno-Punk Alex Ridha sieht auch auf »Mayday« keinen Grund, seinen Sound maßgeblich zu verändern. Festlegen lassen will sich der Rave-Nomade aber trotzdem nicht.
Geschrieben am
Wenn Boys Noize zum Tanz ruft, dann kommen alle: Indie-Heads, Techno-Jünger, Rave-Rocker, Frickler, Tänzer und Träumer. Sein Sound auf »Mayday« bleibt auf Krawall gebürstet, ist jedoch deutlich mehr als zuvor vom HipHop beeinflusst. Das deutet nicht nur »Rock The Bells« an, sondern auch »Euphoria«, auf dem Rap-Genius Remy Banks aushilft – ironischerweise mit genau einer Line im Dauerloop. Natürlich bleibt Boys Noizes Sound von Acid und markanten (Sprech-)Gesangloops wie in »Would You Listen« geprägt. Nummern wie diese haben Rave-Fans schon 2007 die Synapsen verdreht. Dabei ist der Titel »Mayday« eigentlich ein Hilferuf und stammt als »m’aidez« aus dem Französischen. Wie dieser Hilferuf zu verstehen ist, bleibt fraglich, denn Ridha scheint alles bestens auf die Kette zu bekommen: sein Label, seine zahlreichen Live-Gigs und seine Soloalben. Boys Noize hat seinen Sound schon vor längerer Zeit gefunden, was ihn aber nie davon abhielt, Wagnisse einzugehen – früher etwa durch die Zusammenarbeit mit Pop-Pianist Chilly Gonzales, heute durch den Song »Starchild« mit Poliça. Und wer seinen Geburtstag mit Spank Rock und Hudson Mohawke feiert, hat sowieso alles richtig gemacht.

Boys Noize

Mayday

Release: 20.05.2016

℗ 2016 Boysnoize Records

Boys Noize »Mayday« (Boysnoize / Rough Trade / VÖ 20.05.16)