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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»A Body«

Borusiade

Die rumänische Ausnahme-DJ Borusiade bringt mit ihrer ersten LP Neo-Industrial mit Wave zusammen.

Geschrieben am

Miruna Boruzescu aus Bukarest ist der Name, den man sich merken darf, wenn man in den nächsten Monaten mitreden will. Nach einigen Jahren des Umherschweifens durch Clubs, meist hinter dem DJ-Pult, veröffentlicht die Rumänin als Borusiade nun ihre erste LP. Die darauf enthaltenen Klangwelten sind für niemanden neu, der schon mal eines ihrer Sets gehört hat: deeper, transzendenter Neo-Industrial-House-Techno, der Depeche Mode, Cocteau Twins und Throbbing Gristle näher ist als klassischem Techno. Musik für die Stunden, in denen die Nacht am tiefsten ist. Auf »A Body« beweist Borusiade aber auch ihren Willen zum Pop und bringt ihre Fans mit ihrer Stimme in Kontakt, die auf den sieben Stücken immer wieder aufflackert. Es sind diese Fetzen, die das Gefühl vermitteln, dass man doch nur einen unvollständigen Blick auf die Künstlerin erhält. Unterstützt wird dieser Eindruck durch das Cover der Platte. Dort schaut Borusiade in die Zukunft oder die Vergangenheit, zu einem Ort, den die Hörer selbst nicht erkennen können. Ihnen bleibt nur der Hinterkopf der Produzentin. 

Erst am Ende baut sich das musikalische Puzzle vollständig auf: Der Closer »A Body« ist ein grandioser Abschluss dieser Platte, weil seine übereinandergelegten Gesangsspuren aufdecken, was man sich beim Tanzen schon die ganze Zeit gedacht hat: Hier geht es nicht um einen Körper, sondern um viele. Tanzen als Kommunikation auf der körperlichen Ebene. Um das mal wieder zu entdecken, braucht es diesen Disco-not-Disco-Hammer.

Borusiade

A Body

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Cómeme