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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Days To Come

Bonobo

Simon Green beweist auf seinem dritten regulären Album nach „Animal Magic“ und „Dial M For Monkey“, dass er vor allem eines kann: Atmosphäre schaffen. Drängt sich bei den ersten Tracks des Albums vor allem die schmeichelnde Stimme von Bajka auf, einer mittlerweile in Deutschland lebenden und veröffe
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Simon Green beweist auf seinem dritten regulären Album nach „Animal Magic“ und „Dial M For Monkey“, dass er vor allem eines kann: Atmosphäre schaffen. Drängt sich bei den ersten Tracks des Albums vor allem die schmeichelnde Stimme von Bajka auf, einer mittlerweile in Deutschland lebenden und veröffentlichenden Sängerin des wohlgelittenen Embryo-Kollektivs, so bohrt sich von Song zu Song die Genialität Greens in den Vordergrund. „Ketto“ ist die kleine zarte Schwester von Coldcuts „Timber“, „On Your Marks“ eine Ode an den frühen DJ Shadow, und „Nightlite“ & „If You Stayed Over“ sind die vielleicht schönsten und traurigsten Urban-Sehnsucht-Songs seit „Sunset Coming On“ des Mali-Music-Projektes mit Damon Albarn. Atemberaubend die Genialität Greens, Lounge-, Dance-, Jazz- und Downbeat-Elemente perfekt zu strukturieren. Und das wohlgemerkt bei fast jeder Note mit eigener Hand. Nach derart seelenvollen und punktgenauen Arrangements hätten sich z. B. die oben genannten Coldcut und Shadow bei ihren 2006er-Alben die Finger geleckt, denn „Days To Come“ entwirft große Bilder, Zeitlupen und Porträts ohne Effekthascherei. Bis zu den hoffentlich bald auch in Deutschland anstehenden Tourterminen in Bandbesetzung sei noch die letztjährige „Live Sessions EP“ wärmstens ans Herz gelegt.