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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Silent Alarm Remixed

Bloc Party

Eigentlich riecht das nach Rip-off und Ladentischzieherei, denn Remix-Alben haben einen ähnlichen Ruf wie Atomwaffen: Man bekennt sich nicht gerne dazu, aber es schadet auch nicht, den neuesten Sprengkopf im Sortiment zu führen. Wer das Ausgangsmaterial von Bloc Partys "Silent Alarm" aber kennt, k
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Eigentlich riecht das nach Rip-off und Ladentischzieherei, denn Remix-Alben haben einen ähnlichen Ruf wie Atomwaffen: Man bekennt sich nicht gerne dazu, aber es schadet auch nicht, den neuesten Sprengkopf im Sortiment zu führen. Wer das Ausgangsmaterial von Bloc Partys "Silent Alarm" aber kennt, kann sich schon denken, warum der Remix hier in die Tür fällt. Die Drums von Matt Tong klingen selbst live wie aus einer Drummachine, und den Song- und Refrainzeilen von Kele Okereke kann man genialfe Fetzen entziehen, aus denen dann gut und gerne ein eigener Sinnteppich geknüpft wird. Wirklich radikal anders klingt kaum ein Remix; selbst Four Tet oder Jason Clark bleiben dem Originalmaterial im ästhetischen Sinne treu. Daran halten sich auch Mogwai, Dave Pianka oder Ladytron, und nur Anthony Gonzales verwandelt "The Pioneers" in eine Streicherorgie. Und den von Albumproduzent Paul Epworth mitgelieferten Phones-Disco-Edit von "Banquet" haben wir schon letztes Jahr mit erhobenen Händen ins Herz geschlossen. Atomiger Nachhall einer ganz großen Platte diesen Jahres.