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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

II

Blackmail

Manche Produzenten erkennt man schon beim ersten Akkord allein anhand ihres klangbildnerischen Duktus’ – Steve Albini, Moses Schneider, Rick Rubin.
Geschrieben am

Dem Koblenzer Kurt Ebelhäuser ist es im Laufe der Jahre nicht nur gelungen, zu dieser hochkarätigen Riege der Studiowizards aufzuschließen, er ist auch noch ein Songwriter, der seinesgleichen sucht. Umso irritierender, dass sich das achte Album seiner Band Blackmail zunächst vergleichsweise gewöhnlich anlässt.

Die Gitarren knarzen vertraut, die Melodien sind eingängig, aber auch etwas farblos, die Noise-Elemente wirken fast schon zu kalkuliert, um aufzurütteln. Doch bereits nach wenigen Songs breitet die Band die Schwingen aus und hebt, vor allem dank der fantastischen Gesangsleistung von Mathias Reetz, ab. Dessen Phrasierung und Melodieführung verleiht dem druckvollen Indierock eine erfrischend dringliche, ja, feierliche Komponente, die an eine Mischung aus weniger schrillen The Mars Volta und den zuckrigeren Momenten von Far erinnert und dieses Album zu einem echten Grower macht.

In drei Worten: Noise / Zucker / Erfrischend